Die Wartezeiten für Arzttermine in Frankreich steigen nicht überall an, doch die Unterschiede zwischen Regionen und Fachrichtungen nehmen zu. Dies geht aus einer Studie der Jean-Jaurès-Stiftung hervor, die auf 234 Millionen Terminen über Doctolib im Jahr 2025 basiert. In fast der Hälfte der Départements verlängern sich die Wartezeiten für Allgemeinmediziner, während die Verbesserungen weiterhin gering sind.
Die Unterschiede sind je nach Fachrichtung frappierend: In der Kardiologie reichen die Wartezeiten von 16 Tagen in Paris bis zu 164 Tagen im Département Gers. Jede Fachrichtung weist eine eigene Belastungskarte auf: Kardiologie in der Region Okzitanien-Rhône, Augenheilkunde und Pädiatrie im Großraum West und Dermatologie im Norden und Mittelosten.
Bei Allgemeinmedizinern bleibt die Situation stabil, jedoch steigt die Zahl der Termine, die mehr als eine Woche im Voraus vereinbart werden, um 35 %. Auch für Kinderärzte, Kardiologen und Psychiater steigen die durchschnittlichen Wartezeiten.
Einige Berufsgruppen schneiden besser ab:
Die Wartezeiten bei Physiotherapeuten liegen weiterhin bei 6 Tagen.
Die Wartezeiten bei Zahnärzten haben sich um einen Tag verkürzt (auf 10 Tage).
Die größte Verbesserung gab es bei Augenärzten (21 Tage, weniger als 4 Tage), dank der Einstellung von Orthoptisten und medizinischen Fachangestellten.
Die Wartezeiten bei Dermatologen haben sich zwar reduziert, sind aber mit 32 Tagen weiterhin hoch. Die Wartezeiten bei Gynäkologen sind auf 19 Tage gesunken (weniger als 2 Tage), während die Wartezeiten bei Hebammen trotz mehr Personal auf 12 Tage gestiegen sind.
Pascal Lemontel
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